Junge Christen treffen sich zur Bibelschule im „Haus Josua“ in Zagelsdorf

Glauben in Gemeinschaft erleben / Teilnehmer aus ganz Deutschland

Zagelsdorf: Jugendliche zwischen 15 und 19 aus ganz Deutschland sind gerade in Zagelsdorf zu Gast. Die jungen Christen beschäftigen sich mit der Bibel, besuchen ein Pflegeheim in Dahme und genießen aber auch ihre Ferien in der Freizeit. Junge Christen sammelten eine Woche lang in Zagelsdorf praktische und geistige Erfahrungen in der Gemeinschaft, die sich auch zum Mittagessen stets zusammenfand.

Für eine Woche haben sich junge Christen aus Deutschland auf dem Gelände des Vereins Christliches Missionswerk „Josua“ in dem kleinen Flämingdorf nahe der Stadt Dahme zusammengefunden. Die Sommerbibelschule findet zum elften Mal statt. „Angefangen haben wir 2002 mit 40 Jugendlichen, in diesem Jahr sind 148 gekommen“, sagt der Vereinsvorsitzende Gerd Schubert. Anliegen sei es, den Glauben für junge Leute persönlich erlebbar zu machen, damit sie ihn im Alltag leben können, erläutert Johannes Klätte, der die Sommerbibelschule leitet. Dafür lernen die Jugendlichen zwischen 15 und 19 Jahren etwa Bibelverse für den Alltagsgebrauch auswendig. Einer davon beginnt so: „Gott hat mir nicht gegeben, einen Geist der Furcht…“. Erlebe ein junger Mensch später eine ängstigende Situation könne er darauf zurückgreifen und daraus für sich Kraft schöpfen, erläutert Klätte denn Sinn dieser intensiven Beschäftigung mit der Bibel.

Darüber hinaus geht es den Veranstaltern dieser Sommerfreizeit darum, den jungen Leuten christliche Werte durch praktische Tätigkeiten zu vermitteln. So verbrachten sie im Dahmer ProCurand-Pflegeheim einen Nachmittag mit den Bewohnern.

„Durch die direkte Begegnung lassen sich nicht nur Berührungsängste gegenüber älteren und pflegebedürftigen Menschen abbauen. Die jungen Leute erfahren dabei auch, was es bedeutet, Ältere zu achten und hilfreich zu sein“, erklärt der Bibelschulleiter. Auch im Camp habe jeder einen Dienst zu verrichten. Sie seien beispielsweise verantwortlich für die Essenausgabe, den Abwasch oder für Ordnung und Sauberkeit in den Zimmern der Bungalows sowie in den Zelten. Die Teilnehmer entwickelten Verantwortungsgefühl und lernten zudem, dass praktische Arbeit wichtig für die Gemeinschaft und lohnenswert für jeden Einzelnen sei.

Vormittags findet die Bibelschule statt, nachmittags können sich die Jugendlichen in verschiedenen Workshops betätigen. Fußball, Volleyball, Baden, Tanzen oder kreativ-künstlerische Beschäftigung stehen zur Auswahl. „Manche bringen auch ihre Musikinstrumente mit und spielen dann vor den anderen oder gemeinsam mit unserer Band“, ergänzt Gerd Schubert. In kleinen Gruppen fänden sie sich zusammen, um füreinander zu beten. Sie tauschten dabei ihre Erfahrungen und Empfindungen über das aus, was in den Unterrichtseinheiten vermittelt werde.

Diese immer wieder neuen Erfahrungen haben den Hallenser Karl Bungenberg bereits zum dritten Mal nach Zagelsdorf geführt. „In diesem Jahr habe ich das Gefühl, dass ich jemandem einen konkreten Ratschlag für seine Zukunft geben konnte. Ich denke, dies ist aus der Gemeinschaft der Christen hier entstanden“, beschreibt der 17-Jährige sein Empfinden. Die Gemeinschaft erlebt Tikva Knebel erstmals in Zagelsdorf. „In ihr kann man hier sehr gut Gott erleben, vor allem mit der Musik der Band im Hintergrund beim Gebet“, resümiert die 15-jährige Leipzigerin. Tabea Lusky aus Woltersdorf nutzt die verbindende Atmosphäre in der Sommerbibelschule zum vierten Mal, „um den eigenen Horizont im christlichen Glauben zu erweitern.“ Es herrsche eine große Offenheit unter allen Teilnehmern. „Welcher Kirche sie auch angehören, jeder bringt seine Sichtweise zu den verschiedenen biblischen Themen ein. Man findet bei jedem Verständnis und kann mit Leuten zusammen beten, die man gerade erst kennen gelernt hat“, erläutert die 19-Jährige, was sie an dieser Sommerfreizeit in Zagelsdorf schätzt.

Bild und Text von Birgit Keilbach/bkh1