Zagelsdorfer drängen auf einen Radweg nach Dahme

Dahme Radfahrer und Fußgänger leben auf der engen, kurvigen Landesstraße von Zagelsdorf nach Dahme gefährlich. Deshalb machen sich die Zagelsdorfer für den Bau eines Radweges stark. „Es geht um Sicherheit für unsere Kinder und älteren Leute,aber auch um die vielen Besucher im Dorf“, erklärt Einwohnerin Heike Kühne, die für Die Linke im Stadtparlament sitzt.

Auf dem Gelände der ehemaligen Gärtnerei betreibt das Christliche Missionswerk »Josua« ein Tagungs- und Gästehaus. Wie Einrichtungsleiter Gerd Schubert sagt, habe sich die Zahl der Übernachtungen von rund 4300 im Jahr 2008 auf rund 8500 im Jahr 2010 nahezu verdoppelt. Zu zwei einwöchigen Familiencamps kommen im Sommer jeweils rund 200 Gäste. „Sie nutzen Freizeiteinrichtungen und Einkaufsmöglichkeiten in Dahme“, sagt Gerd Schubert. Doch bislang müssten Kleinbusse organisiert werden, um die Kinder beispielsweise ins Bad zu fahren, erklärt er.

Eine Chance zur Abhilfe sieht Dahmes Amtsdirektor Frank Pätzig (parteilos) im Flurneuordnungsverfahren für den Raum Dahme-Süd. Dessen Anliegen sei es, die Eigentumsverhältnisse für die zu DDR-Zeiten von der Landwirtschaft gebauten Asphaltstraßen, die so genannten KAP-Straßen, sowie für das weitere Wegenetz zu regeln. Dazu würden die Flächenaller Eigentümer bewertet und neu geordnet. In diesem Zuge werde geplant, welche Wege in welcher Form befestigt oder ausgebaut werden sollten. Aus Richtung Zagelsdorf ist laut Frank Pätzig der Ausbau des Fasanerie- und des Buchhorstweges am ehemaligen Schrottplatz vorbei auf 3,50 Metern Breite vorgesehen. Damit würde eine Anbindung an den vorhandenen Radweg Dahme-Rosenthal hergestellt.Die geschätzten Ausbaukosten belaufen sich auf rund 406 000 Euro. Die Stadt hoffe auf 75-prozentige Förderung aus dem Topf für die Flurneuordnung, sagt der Amtsdirektor. Er rechnet mit einer Genehmigung des Neuordnungsplanes bis zum Sommer.Parallel soll der Förderantrag gestellt werden. Das obliege der Teilnehmergemeinschaft am Verfahren, bestehend aus den Flächeneigentümern, so Frank Pätzig. Sie müssten auch die Kosten für Vorhaben an den Wegen tragen. Für den Zagelsdorfer Radweg wolle die Stadt den Eigenanteil übernehmen.

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